Welchen Regeln folgt das menschliche Glück? Ist Zufriedenheit erlernbar? Welcher Logik folgt die Liebe? Mühelos und leicht liefern die Prinzipien des Kriegermanagements erstaunliche Antworten. Wer bereit ist, die Verantwortung für seinen Lebensweg zu übernehmen, dem wird dieses Buch ein wunderbarer Begleiter und Partner sein.
„In mir ist ein tiefes Glück“ liefert verblüffende Einsichten und Erkenntnisse, fördert die spirituelle Intelligenz seiner Leser. Es befreit von der Trance der eigenen Vorstellungen und ermuntert dazu, die religiös-kulturell-sozialen Grenzen des eigenen Denkens zu überschreiten. Der Inhalt des Buches, seine Erläuterungen, Fragen und Übungen verwandeln blinden Glauben in sehende Menschlichkeit. Dieses Buch macht seinen Leser stark.
Leseprobe:
Geistige Vorgaben
Dein Bewusstsein hat sich von klein auf entwickelt. Du hast mit den Augen gelernt, hast ertastet, dann gefragt und später geforscht, bist den Fragen des Lebens offen begegnet.
Dein Umfeld, die Personen, die dich in dein Erwachsenwerden begleitet haben, waren dir bewusst oder unbewusst ein Vorbild. Du hast dich bemüht zu werden wie sie oder entschieden niemals ihrem Beispiel zu folgen.
Vieles, das in dein Welt- und Menschenbild übernommen wurde, waren Vorgaben, die komplexe Abläufe vereinfacht darstellten. In der Erklärung der Welt wurden von dir und anderen Antworten gefunden, die eine Überforderung deines kindlichen Bewusstseins oder deines Umfeldes verhindert haben.
Diese geistigen Vorgaben waren wie Stützräder, die einem Kind an die Hinterräder seines Fahrrads montiert werden, wenn es das Radfahren erlernt. Sie geben Halt und Sicherheit. Um später das Fahrradfahren wirklich zu beherrschen, muss das Kind auf diese Hilfe verzichten.
Indem du deine geistige Ordnung erforschst, erlernst du die Fähigkeiten, dich ohne geistige Hilfskonstruktionen zu bewegen. Auch wenn diese Denk- oder Glaubensmuster dich einmal beschützt oder geleitet haben, solltest du in deinem Bewusstsein den Automatismus unterbrechen, der diesen Konstrukten im Allgemeinen anhängt. Ansonsten läufst du Gefahr, dass du dir und deiner Gegenwart nicht gerecht wirst.
Doch es bedarf der Zeit. Abrupte Bremsmanöver oder Richtungswechsel können ein Fahrzeug aus der Bahn werfen. In deiner Praxis trägst du diesem Umstand Rechnung. Behutsam und vorsichtig näherst du dich neuen Erkenntnissen. Mit gelassener Sorgfalt prüfst du die Qualität deiner geistigen Ordnung. Die Zeit ist kein Faktor deiner Praxis. Ungeduld, Eile und Hast sind schlechte Ratgeber. Erst wenn du dir sicher bist, dass dein neues Wissen dem täglichen Druck deiner Existenz standhält, solltest du es benutzen.
Wenn sich in deiner geistigen Ordnung Vorgaben befinden, die sich gegen die Natur deines Geistes richten, ist es ratsam, dass du den Automatismus aufhebst, der Denk- oder Glaubensmustern anhängt.
Alles, was sich gegen die Natur deines Geistes richtet, wird dich leiden lassen.
Grundsätzlich erzeugt ein widernatürliches Verhalten oder eine widernatürliche Behandlung, ob körperlich oder geistig, bei einem Lebewesen eine Störung der natürlichen Abläufe. Für jedes Lebewesen ist das eine leidbringende Erfahrung. Als ein kommunikatives, schwingungsfähiges System wird es darauf reagieren, sein Leiden ausdrücken und es seiner Umwelt weitergeben.
Bei einem Menschen kann die Resonanz auf eine leidvolle
Erfahrung zwei unterschiedlichen Tendenzen folgen. Die eine Tendenz ist das Echo oder die Spiegelung. Das erfahrene Leid wird an die Umwelt zurückgegeben. Hier gilt: Leid schafft Leid.
Die zweite mögliche Tendenz ist die Transformation. Das erfahrene Leid wird im Bewusstsein des Menschen zwar aufgenommen, doch dann wird es dort umgewandelt. Dieser Mensch ist in der Lage, seiner Umwelt eine andere Energieform zurückzugeben als die, die er erhalten hat. Diese Art der Handlung fordert den Menschen und letztlich macht sie sein Menschsein aus.
Die Transformation von Energieformen erfordert deine Aufmerksamkeit, sie braucht Abstand und Reflexionsvermögen. Sie verlangt ein Bewusstsein, das solche Prozesse leisten kann und vor allem auch leisten will. Die Fähigkeit zur Transformation von Energieformen bietet dir einen Freiheitsgrad. Sie schafft dir eine Wahlmöglichkeit. Sie ermächtigt deine Person, gibt dir Autonomie und Verantwortung. Doch bevor es so weit ist, stelle sicher, dass du nicht in den Schuhen eines anderen läufst.
Hinweis:
Erinnere dich an die positiven und negativen Vorbilder
deiner Kindheit. Was haben sie dir vermittelt? Für welche
Eigenschaften stehen sie? Wie beeinflussen diese Vorbilder
dein Handeln?
Ziel:
Auf- und Ablösung von automatisierten Wahrnehmungsund Handlungsmustern.
Die Natur des Geistes
Du wirst es aus eigenem Erleben kennen, dass es wenig hilfreich ist, sich gegen die Kräfte oder die Vorgaben der Natur zu stellen, statt ihrer natürlichen Bewegungsrichtung zu folgen. Es sei denn, du tust es bewusst, um deinen Körper oder deinen Geist zu trainieren. Aber selbst in diesem Fall solltest du dich an den natürlichen Eigenschaften deiner Geist- und Körperwelt orientieren.
Das uns bekannte Universum dehnt sich aus. Seine Grenzen hat bis jetzt noch niemand aufzeigen oder definieren können. Als Teil des Universums folgt der menschliche Geist ganz selbstverständlich dessen Bewegungsrichtung. Indem du dein Bewusstsein erweiterst, folgt deine Praxis einer natürlichen Vorgabe.
Die Grundlage deines Bewusstseins ist der menschliche Geist. Wenn du seine natürlichen Eigenschaften verstehst, eröffnest du dir die Möglichkeit, dein Bewusstsein zu verstehen. Aus diesem Verständnis heraus kannst du ein verantwortliches Selbstmanagement betreiben, vermeidest Schädigung oder Verletzung.
Eine wesentliche Eigenschaft des Geistes ist seine Fähigkeit, sich seinem Träger in verschiedenen Zuständen darstellen zu können. In seiner Wandelbarkeit gleicht der Geist dem Wasser. Das Element Wasser kann kalt oder warm sein, es ist klar oder es ist trübe, es kann zu Eis erstarren, es kann sich in Dampf verflüchtigen. Wasser kann Leben spenden, es kann Leben erhalten, es kann aber auch Leben vernichten. Wer das Element Wasser effizient managen möchte, muss seine Wandelbarkeit, seine Zustände und Eigenschaften berücksichtigen.
Jeder der Zustände, in denen sich der menschliche Geist präsentieren kann, befördert einen anderen Ausdruck des Bewusstseins, verändert die Wahrnehmung, bringt die unterschiedlichsten Eigenschaften des menschlichen Seins hervor.
Im Moment ihrer Erscheinung vermitteln geistige Zustände dem Menschen, der sie erfährt, den Eindruck einer verlässlichen Größe. Doch der Schein trügt. Wie jeder Mensch an sich erfahren kann, sind die Erscheinungen des Geistes flüchtig und die Identifikation mit ihnen, die Gefühle und Gedanken, die sie mit sich bringen, sind es auch. Als Krieger bist du dir dieser Tatsache bewusst.
Hinweis:
Beobachte dich in immer wiederkehrenden Situationen des Alltags. Handelst du immer gleich oder gibt es Unterschiede?
Ziel:
Achtsamkeit schulen, Ablösung von den flüchtigen Erscheinungen des Geistes, Gelassenheit stärken.
Die Ebenen des Bewusstseins
Die Praxis des Kriegers kennt vier mögliche Ebenen des Bewusstseins, auf denen der menschliche Geist seinen Ausdruck findet. Drei der vier Ebenen können in ihrem Ausdruck durchaus beeindrucken. Die vierte Ebene ist von unscheinbarer Natur. Warum sich gerade hier die Heimat des Kriegers findet, wird sich dir am Ende des Kapitels erschließen.
Auf der tierischen Ebene deines Bewusstseins bilden sich alle Eigenschaften, die du brauchst, um in einer sozialen Gemeinschaft leben zu können. Unterstützt von Trieb und Instinkt, sind hier die sozialen Regeln deiner Gemeinschaft verankert, deren vornehmlichste Aufgabe dem Überleben der Art dient. Hier prägen und erhalten sich die unterschiedlichsten Glaubens-, Moral- und Ethikvorstellungen des Menschen, die ihn als Zugehörigen einer Kultur, eines Volkes, eines Stammes oder einer Gruppe ausweisen.